Burgschänke Plesse

Historie

  • 1015 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Plesse als Besitz des Bischofs Meinwerk von Paderborn, der die Plesse seiner Kirche vererbte.
  • Um 1150 herum, verlegen die Herren von Höckelheim ihren Wohnsitz auf die Burg Plesse und nennen sich fortan "von Plesse". Mehr als400 Jahre lang ist die Burg ihr Wohnsitz, Verwaltungs- und Herrschaftszentrum.
  • 1192 - Kaiser Heinrich VI. tauscht mit der Paderborner Kirche die Burg Desenberg gegen die Burg Plesse ein, 1195 wird dieser Tauschrückgängig gemacht.
  • 13./14. Jahrhundert. Die Herrschaft Plesse leistet Widerstand gegen die Ausdehnung des Herzogtums Braunschweig und bildet später ein unabhängiges Gebiet in dem Herzogtum. Die Versorgung der ca. 50 Menschen geschieht durch eine Domäne am Fuße des Burgberges.
  • 1571 - Das Geschlecht der Edelherren von Plesse stirbt aus und die Burg fällt gemäß Erbvertrag an die Landgrafen von Hessen.
  • 1624 - Im dreißigjährigen Krieg, aus Kassel geflohen, residiert Landgraf Moritz von Hessen auf der Burg Plesse. Den Einwohnern derumliegenden Dörfern bietet die Burg während jener Zeit Schutz. 1627 wird Sie von kaiserlichen Truppen belagert.
  • Um 1660 verlassen die Bewohner die Burg, nachdem der Amtssitz an den Flecken Bovenden übergegangen war. Seitdem schreitetder Verfall der Burg voran. Die Gemäuer geraten in Vergessenheit, Sagen und Spukgeschichten beleben die Fantasie um die Ruine.
  • Um 1760 erfährt die Ruine neues Interesse und Leben. Sie ist beliebtes Ausflugsziel für die Göttinger und die Angehörigen der Universität.
  • 1815 - Die Plesse wird während des Wiener Kongresses in das Königreich Hannover integriert, das ab 1866 zu Preußen gehört.
  • 1821 - Langsam einsetzender Denkmalschutz bewahrt die Ruine vor weiterem Verfall, der "Kleine Turm" wird gesichert.
  • 1853 - König Georg V. und seine Gemahlin Königin Marie von Hannover besuchen die Plesse und stellen in den folgenden Jahren umfangreicheMittel zur Verfügung um die Restaurierung voranzutreiben. Auf Betreiben des Königs wird eine Gaststätte eingerichtet.
  • 1980 - Der Herrenbau wird restauriert, der Gewölbekeller freigelegt und in das Restaurant integriert.
  • 2005 - Neueröffnung des Restaurants in Eigenregie von Frau Huberta Zornhagen